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03.07.2016

NEU: Mülltonnen mit Griff zur Straße stellen


Die Seitenlader wurden abgeschafft und Müllwerker kümmern sich wieder um die Tonnen.


RZ Kreis Altenkirchen vom Samstag, 2. Juli 2016, Seite 19:

 

Neue Müllautos sind weiß und spritsparend

Abfallwirtschaft Pünktlich zum Halbjahr sind die neuen Verträge mit Remondis in Kraft getreten – Seitenlader abgeschafft

Von unserem Redaktionsleiter Marcelo Peerenboom

 

Kreis Altenkirchen. Die Zeit der alten, klapprigen Sperr- und Biomüllfahrzeuge ist im Kreis Altenkirchen vorbei. Auch die nur mit dem Fahrer besetzten Seitenlader gehören seit Freitag der Vergangenheit an. Ab sofort kommt die Müllabfuhr in nagelneuen, unschuldig-weißen Fahrzeugen daher, und der Fahrer hat jetzt immer mindestens einen Kollegen dabei: den Müllwerker, der die Tonnen zum Fahrzeug zieht.

Möglich hat diesen Start in eine neue Ära der Abfallwirtschaft die jüngste Ausschreibung der diversen Dienstleistungen gemacht. Fast alle Aufträge hat die Firma Remondis erhalten; sie war oft genug der einzige Bieter. Um wirtschaftlich attraktive Angebote einreichen zu können, hat Remondis-Geschäftsführer Wolfgang Beth alles auf den Prüfstand gestellt, Abläufe analysiert, den Fuhrpark unter die Lupe genommen und anschließend das Ende der Seitenladertechnik im Kreis Altenkirchen eingeläutet.

Was noch vor 25 Jahren als das Non-Plus-Ultra verkauft wurde, hat im AK-Land jetzt ausgedient. Dass Remondis trotz der notwendigen Neueinstellung von mindestens zehn Müllwerkern und der Investition in einen neuen Fuhrpark auf seine Kosten kommt, erklärt Wolfgang Beth vor allem mit mehr Effizienz und moderner Technik: Die neue Flotte erfüllt die Euro-6-Norm und fährt damit sehr spritsparend. Außerdem nimmt jedes Fahrzeug 15 Tonnen statt bisher 9 Tonnen Abfall auf. Die Folge: Die Mitarbeiter müssen ihre Tour nicht mehr zwischendurch unterbrechen, um den Abfall in Altenkirchen abzuladen, sondern schaffen ihre im Schnitt 150 Kilometer lange Tagestour an einem Stück. Das spart Arbeitszeit und Lkw-Kilometer.

Dass die Seitenlader mit ihrer schweren Spezialtechnik echte Spritschlucker waren, verschweigt Beth nicht und nennt fast unglaubliche 100 Liter Dieselverbrauch pro 100 Kilometer Fahrleistung. Weiterer Vorteil: Es sind künftig nicht mehr so viele Tonnen zu ersetzen, die durch die Seitenlader ramponiert oder gar komplett geschluckt wurden. Etwa vier Prozent aller Tonnen hatte der Abfallwirtschaftsbetrieb bisher pro Jahr ersetzen müssen, rechnet Werkleiter Werner Schumacher vor. Das soll von nun an wesentlich weniger werden.

Für die Bürger wird's nun einfacher: Sie sollen jetzt alle Tonnen mit dem Griff zur Straße hin stellen. Am 1. Juli startete zudem das Identifikationssystem auch für die blaue und die braune Tonne. Remondis fährt nur noch die Tonnen ab, für die auch die Gebühren bezahlt sind. Und weil nun Müllwerker jede Tonne anpacken, finden auch wieder Kontrollen statt. Wer seinen Biomüll in Plastiktüten stopft, muss also damit rechnen, dass seine braune Tonne stehen bleibt. Zum 1. Juli wurde zudem die Grünabfallannahme in Katzwinkel geschlossen. Bürger müssen jetzt nach Nauroth.

Ab nächstem Jahr verkürzt sich die Abholzeit beim Sperrmüll: Bürger müssen dann maximal vier Wochen warten, bis ihre sperrigen Abfälle abgeholt werden. Außerdem lässt der AWB ab 2017 den Grünschnitt fünfmal pro Jahr abfahren – einmal mehr als bisher.

Kreisbeigeordneter Konrad Schwan ist zufrieden mit der Entwicklung. Einzig die Unsicherheit, was eine mögliche Wertstofftonne betrifft, bleibe: „Die Politik kann sich nur schwer entscheiden.“

 






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